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Seite 7

Weiterführung der Rubrik, die den Spielemarkt unter wirtschaftlichen und Markt-Gesichtspunkten beleuchtet: Aufkäufe, Kooperationen, Konkurrenz und innere Vorgänge.

Metadaten[]

Autor*in Gordian Kaulbarsch
Illustrator*in FanPro: Schriftzug Wunderwelten, Amigo: Pressefoto: AD&D-Produkte
Ausgabe Störtebekers Logbuch Nr. 16
Seiten 7
Format Zweispaltig

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+++ der rollenspiel-kommerz-gerüchte-ticker +++

Ohne Wunder: Anders als zum Redaktionsschluß des letzten Logbuchs bekannt gegeben, wurde die Wunderwelten nicht mit dem Aventurischen Boten verschmolzen, sondern ganz eingestampft. Der AB bekommt als Überbleibsel eine Farbbeilage für Armalion u.ä. - Für jeden DSA-Fan zwar ein Stilbruch, aber die Seiten lassen sich ja hoffentlich ohne viel Aufwand heraustrennen. Die WuWe bekommt einen Gnadenplatz im World Wide Web (inbes. die vielgelobten Rezis von Hajo Alpers & Consorten) - immerhin! Fanpro hat auf seinem Weg zur Profitabilität entdeckt, daß sie 9 Jahre draufgebuttert haben. Jetzt, im 10. Jahr fing es zwar an, rentabler zu werden, aber plötzlich überstiegen die neuen Erwartungen die Realität. Auch Fanpro muß sich heute mit dem aggresiveren Markt auseinandersetzen, mehr denn je auf Gewinn achten. Einiges bleibt da eben auf der Strecke. Schade!

Nicht schreibfaul: Seit Beginn des Jahres entwickelt Amigo nicht nur einen beachtlich ansteigenden Ausstoß an AD&D-Material und versucht verzweifelt, deutsche Autoren per Wettbewerb auch für Ihr System zu gewinnen; auch wir Fanzines bekommen monatlich Post über die neuen Importe und insbesondere zu den deutschen Erstveröffentlichungen - sehr lobenswert; nur schade, daß die Fanzine-Szene selbst so brach liegt: Da ist es schon schwierig, Erscheinungen zu rezensieren, wenn auch schon die nächste Veröffentlichung seitens Amigo immer noch vor der nächsten Ausgabe der meisten Fanzines herauskommt.

Kritische Masse: Moment mal! Wenn Spiele- und Spielzeuggigant Hasbro WotC gekauft hat, die ihrerseits bekanntermaßen ja schon TSR gekauft hatten, Hasbros Tochter Hasbro Interactive mit seiner Tochter Microprose eine Kooperation mit Fasa eingeht (wie geschehen bei Mechwarrior 3), die ihrerseits mit Fasa Interactive wiederum zu Microsoft gehören, wen kümmert da eigentlich noch das Unternehmen, bzw. wer durchschaut eigentlich noch irgendwas. Warum machen sie es nicht einfacher: Microsoft kauft einfach Hasbro und die kaufen alles andere. Was bleibt? Vielleicht noch Chaosium und Steve Jackson als Garanten der Vielfalt. Und dann war da noch GW, die sich angeblich auch wieder mehr für das Warhammer Rollenspiel begeistern - wieso kauft die eigentlich niemand??

Gordian

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