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Auf Basis verschiedener esoterischer Werke und des vorausgegangenen Artikels Atlantis auf der Spur lässt Gordian Kaulbarsch einen Erzähler aus der Vergangenheit seine Welt Atlantis darstellen.

Metadaten[]

Autor*in Gordian Kaulbarsch (Zitate von Barbara Hand Clow und Edgar Cayce Evans
Illustrator*in
Ausgabe Störtebekers Logbuch Nr. 8
Seiten 19-27, 29-33, 35-36
Format Zweispaltig

Quelltext[]

Die Welt Atlantis[]

Zeuge der Vergangenheit

Atlantis ist weder belegt noch widerlegt. Es gibt Argumente für die Befürworter wie für die Gegner dieser Insel in ferner Vergangenheit. Es bleibt ein Ort der Mutmaßungen, der Spekulation. So liegt nichts näher, als in das vertraute, doch immer wieder neue Reich der Phantasie einzutreten, und zu schauen, welche Wunder sich uns offenbaren. Und wer könnte diese Wunder besser entdecken als eine Gruppe mutiger HeldInnen unter der strengen und allmächtigen Macht eines Spielleiters?

In diesem Artikel mache ich den Versuch die Welt von Atlantis nachzuzeichnen: ihre Geschichte, die geographische Gestalt, Kultur und Leben, Religion und Staat. Hierzu benutze ich den Quelltext 'Kritias' von Platon. Zusätzlich zog ich zwei Werke hinzu, die der Esoterik zuzuschreiben sind: 'Das Auge des Zentauren' von Barbara Hand Clow (Zweitausendeins) und 'Das Atlantis-Geheimnis' herausgegeben von Edgar Cayce Evans u. a. (Heyne), die mir vielfältige Anregungen bezüglich Religion und Technologie der Atlantiden erbrachten. Zum Teil habe ich Passagen fast wörtlich übernommen, um sie nicht verfälschen zu müssen; diese habe ich nicht gekennzeichnet. Aus diesen drei Quellen und meiner eigenen Vorstellung habe ich versucht eine einheitliche Darstellung zu schaffen.

Es spricht Amilios, der Atlantide, aus der fernen Vergangenheit über mediale Wege zu uns...

Einleitung[]

"Wir befinden uns im Jahre 49.376 nach dem Eintritt (in die Materie). In ferner Zukunft wird das ca. 9.612 v.Chr. sein, doch was interessiert mich die ferne Zukunft. Sorgen mache ich mir um die nahe Zukunft; und die sieht bei weitem nicht rosig aus: Die Überwachung der Energien wurde schon lange Zeit stark vernachlässigt des Streites wegen, den die Kinder des Gesetzes des Einen mit den Kindern des Belials führen. Die politische Führung ist gelähmt und nur noch wir Weisen versuchen noch das Möglichste, die Kräfte nicht ganz ausbrechen zu lassen. Es darf jetzt nichts mehr passieren... oder unser Reich wird vernichtet werden - diesmal für immer. Und dann blieben nur noch die Affenmenschen übrig um alleine über diesen Planeten zu herrschen. Dabei kapieren sie nicht einmal, was ein 'Planet' ist.

Aber ich sollte nicht so überstürzt nur jammern, sondern will ganz von vorne erzählen. Ich will alles erzählen, was mir auf die Schnelle über Atlantis einfällt. Ja, Du hast richtig gehört: Atlantis. Obwohl Du mich nicht sehen kannst und Du denkst, es seien innere Stimmen, die Du vernimmst, so sollst Du wissen, daß ich aus Deiner fernen Vergangenheit zu Dir spreche, auf daß Du im Kopfe hältst, was Du hörst. Ich weiß nicht, wer Du bist. Vielleicht bist Du gerade ein Affenmensch, über den ich verächtlich sprach. Wenn Du mich aber hörst, so ist das ein Zeichen, daß Du auserwählt bist. Du solltest wissen, daß ich keinen Groll gegen die Affenmenschen hege - ich setze mich sogar für sie ein, sie sind schon regelrecht emanzipiert - aber sie sind sehr schwerfällig, verstehen die Welt nicht recht und vermögen es nicht, sich den Energien zu öffnen. Aber nun werde ich von mir und meiner Welt berichten:

Ich bin ein recht durchschnittlicher Atlantide. Ich bin 1,74 m groß und wiege 78 kg. Meine Haut hat eine gold-bronzenen Farbe. Meine Augen sind grau und können recht weit sehen. Mein Haar ist leicht gewellt und gold-blond. Normalerweise trage ich eine Tunika, die an der Schulter zusammengehalten wird; dazu goldblaue Sandalen, meine Beine sind nackt und beharrt. Ein Kilt reicht bis zu meinen Knien. Jetzt habe ich aber eine spezielle Ausrüstung angelegt um mit der Zukunft in Kontakt zu treten - aber dazu später.

Die Inseln[]

Atlantis ist ein Inselstaat. Die Hauptinsel ist in ihrer größten Ausdehnung ca. 1.650 Kilometer breit und 3.540 Kilometer lang. Ihr Name ist Poseia. Sie befindet sich im nördlichen Atlantik, zwischen 27° nördl. Breite und 53° nördl. Breite und zwischen 21° westl. Länge und 42° westl. Länge. Das Land umfaßt eine Größe von ca. 1.985.000 km². (Kleinasien und Nordafrika sind nach altgriechischen Weltbild mit ca. 2,3 mill km² zwar noch etwas größer, doch rechnet man die weiteren Inseln des Reiches Atlantis hinzu, so ergibt sich die im 'Kritias' erwähnte ungefähre Übereinstimmung der beiden Flächen.) Die beiden anderen großen Inseln sind Aryan (25° n. B., 45° w. L.) und Og (12° n. B., 40° w. L.); einige andere zum Teil bergigere und daher geringer besiedelte Inseln sind von geringer Bedeutung (die heutigen Inseln Madeira, die Kanaren, die Kapverdische Inseln und der St.Paul-Felsen).

Poseia ist von einem langen Gebirgszug durchzogen, dessen höchste Berge mit einer Höhe von bis zu 5.500 Metern weithin sichtbar sind und deren Gipfel später die Azoren bilden werden. Dieser Gebirgszug hält das rauhe Eiszeitklima des Nordens vom Rest der Insel fern und der warme Golfstrom ermöglicht ein angenehm mildes Klima in den weiten Ebenen der Insel. Die vorherrschende Windrichtung ist West bis Südwest, jedoch ist die Windstärke im allgemeinen recht schwach. Die Tagestemperatur in der Ebene schwankt zwischen 15°C und 25°C. Regenreichste Zeit ist der Winter, doch liegt das nur daran, daß wir es so einrichten.

Die Hauptstadt[]

Kulturelles, politisches und wissenschaftliches Zentrum ist die Stadt Atlantis, die an der südlichen Ostküste liegt. Ihr Name übertrug sich auf das gesamte Reich, da die Expansion hier ihren Anfang nahm. Wenn sich alle Linguisten einig wären, würde ich behaupten der Name bedeutet so etwas wie 'Die Wasserreiche' oder 'Die am Wasser Liegende' aber das ist umstritten.

Die Stadt liegt in einem riesigen Talkessel, dessen Berge eine weite, flache Ebene mit einer Größe von rund 190.000 km² umschließen. Diese Ebene ist überzogen mit einem riesigen Bewässerungssystem. Um die Ebene herum verläuft dem Bergzug folgend ein 200 Meter breiter Kanal mit einer Gesamtlänge von 1.800 km. Auf dieser Ebene gibt es eine Menge reichbewohnter Ortschaften, Seen, Weiden und Wiesen mit zahmen Tieren und dichte Waldungen. Im Südosten, an den Fuß der Berge geschmiegt und doch direkt am Meer liegend, befindet sich die Hauptstadt. Sie hat einen Durchmesser von knapp 23 km und ist annähernd kreisrund, umgeben von einer Befestigungsmauer. Sie ist bebaut mit vielen dichtgedrängten Wohn- und Geschäftshäusern aus weißem, grauem und rotem Stein. In der Mitte erhebt sich ein Hügel, der von drei kreisrunden Kanälen umschlossen ist, welche miteinander und mit dem Meer über einen Kanal verbunden sind. Die drei dadurch entstandenen ineinanderliegenden Inseln wurden mit Außenmauern befestigt: die äußere ist mit Messing überzogen, die mittlere mit Zinn und die innere hatte einen Überzug aus rötlichem Oreichalkos, dem magischen Metall. Diese innere Insel enthält einen riesigen Palast (rund 600 Meter mal 150 Meter), welcher in Jahrhunderten immer weitere Erweiterungen und Verzierungen erhalten hat, die Kaserne der Ehrenleibwache des Königs, einen Hain und einen Tempel. Er ist 100 Meter breit, 200 Meter lang und etwa 50 Meter hoch. Die Außenseite ist mit Silber überzogen, die Zinnen mit Gold. Die Decke im Inneren ist aus Elfenbein, verziert mit Silber, Gold und Oreichalkos. Die anderen Mauern, Säulen und Fußböden sind mit Messing verkleidet. Die wichtigsten Punkte im Tempel sind der pompöse Altar und eine gigantische Statue die den Gott des Meeres auf seinem Wagen mit sechs Flügelrossen stehend darstellen soll. Mit 40 Metern Höhe berührt sie fast die Decke. Dieser Tempel hat keinen wirklichen Sinn; weder eine astrale noch eine telepathische Funktion. Vielmehr steht er hier als Anbetungspunkt für die Unwissenden. Der König unterstützt das - er glaubt es festige seine Macht. Daher stehen hier noch viele andere geweihte Standbilder, vielfach von reichen Privatpersonen gestiftet, mit dem Zweck, daß die Standbilder den Gott verehren, während ihre Stifter ihren Geschäften nachgehen können. Genau in der Mitte der Insel befindet sich noch ein weiterer Tempel, umschlossen von einer goldverkleideten, kreisrunden Mauer, den niemand außer den Priestern betreten darf. Dieser ist wirklich mächtig und bindet Kräfte, die selten sonst im Land auftreten. Zu alledem befinden sich hier die städtischen Bäder, welche die heißen und kalten Quellen nutzt, die auch für die Wasserversorgung der inneren Stadtbezirke genutzt werden.

Die beiden äußeren, ringförmigen Inseln enthalten viele Heiligtümer, Gärten und Parks, Übungsplätze für Menschen und Tiere und Wohnungen der Leibwachen. Auf der äußeren Ringinsel verläuft als besondere Attraktion eine Rennbahn für Löwen oder andere Tiere einmal den ganzen Inselring entlang, gut 9 km lang und 200 Meter breit. Die hohen Steilufer der Inselringe sind zum Teil zum Gesteinsabbau unterhöhlt worden und werden nun als Arsenale für kleine Schiffe verwendet. Ein weiterer Hafen befindet sich an der Ausfahrt des Verbindungskanals von Meer und Stadtzentrum. Er wird von den vielen Händlern und ihren Schiffen genutzt. Tag und Nacht herrschte in diesem Bezirk des Handels Lärm, Getöse und Geschäftigkeit.

Die Herrscher[]

Das Land ist aufgeteilt in zehn Teilreiche, dem jeweils ein König vorsteht. Der Legende nach sind diese Könige miteinander verwandt. Die Vorherrschaft hat der König, der die Hauptstadt und die sie umgebende Ebene mit den angrenzenden Gebirgsregionen regiert. Abwechselnd alle fünf bzw. sechs Jahre kommen diese zehn Könige traditionell zusammen, um über Sachlagen und Probleme zu beraten, die über die Innenpolitik der Teilreiche hinausgehen. Früher war dies wirklich notwendig, doch heute ist es mehr ein Ritual. Sie könnten ja auch aus der Ferne miteinander in Kontakt treten.

In ihren eigenen Gebieten sind sie nur an die natürlichen Gesetze der Welt gebunden, was ihnen in Wahrheit die unumschränkte Macht verleiht. Ihre wechselseitigen Beziehungen bestimmen überlieferte Gesetze, welche auf einer Säule aus 'Oreichalkos', die sich im verbotenen Tempel befindet, eingemeißelt sind. Das wichtigste lautet: 'Keiner führe jemals gegen den anderen eine Waffe. Vielmehr sollen alle einander helfen, falls einer von ihnen den Versuch machen sollte, irgendeiner Stadt das Königliche Geschlecht zu stürzen.' Die ersten drei Worte sind auf der Innenseite der Ringe aller zehn Könige wieder zu entdecken:

In jedem Teilgebiet der Ebene gibt es einen militärischen Anführer, dem die kriegstüchtigen Männer unterstellt sind. Ein solches Teilgebiet mißt zwei km² und es gibt ihrer insgesamt 60.000. In den anderen Reichen sieht es ähnlich aus.

Die Anfänge[]

Aber betrachten wir nun die Geschichte von Atlantis und den Alantiden. Die Atlantiden stammen aus Nordwestafrika. Dort bis heute die Sahara, eine fruchtbare, vielbewachsene Ebene, durchzogen von einer Unzahl kleiner und größerer Flüsse, die in die umliegenden Meere mündeten oder aber in das Binnenmeer in der Mitte der Ebene. Doch andere wildere Menschen kamen aus dem fernen Süden. Es gab viele Kriege der Nahrungsmittelknappheit wegen. Auch durch Fischfang an der Atlantikküste ließen sich die Probleme nicht mehr ausgleichen. Doch zu den Höchsten unter unserem Volke kamen die Seelen des Wissens. Sie ermöglichten uns, das Wasser zu überwinden, ja es sogar uns dienlich zu machen. Und so gelangten wir in dieses Land. Doch war es ein sehr verwildertes Land und in den fruchtbaren Ebenen lebte eine Unzahl großer Tiere, die uns zur täglichen Gefahr waren.

Die Seelen beschlossen in die Körper zu fahren, um uns die Möglichkeit zu geben, gegen diese Tiere anzugehen; und diese höchste Vereinigung machte aus uns das mächtigste Volk der Erde. Gleichzeitig war dies der Beginn unserer Zeitrechnung, denn unsere Augen öffneten sich. Die einfachen Menschen nennen dies die Vereinigung der Götter mit den Menschen und stellen es sich als sexuellen Akt vor. In Wahrheit wurde unser tierisches Bewußtsein aber auf die Ebene des Verstandes gehoben. Doch soll dies nicht bedeuten, daß das Tierische in uns vernichtet gewesen wäre. Diesem Irrtum saßen viele Menschen eine lange Zeit auf ohne ihn zu erkennen.

Doch die großen Tiere in ihre Schranken weisen zu können, bedurfte noch einer Entwicklung unseres Volkes, welche tausende Jahre in Anspruch nahm. Im Jahre 8.266 (50.722 v.Chr.) war das Vorhaben möglich geworden: Die Umwelt, die jene entsprechenden Tierarten benötigten, sollte verändert werden, auf daß diese nicht länger in großer Zahl überleben könnten. An einer Anzahl von Kraftpunkten wurden Stufenpyramiden errichtet, die die der Erde innewohnende Kraft mit den mentalen Kräften verknüpfte und diese steuerbar machten. Die entstehende Strahlung veränderte das Klima unseres Reiches. Jedoch waren die Wirkungen nachhaltiger, als vorher bedacht worden war: Die Klimabeeinflussung ließ nicht nach, sondern dehnte sich zu globalen Verhältnissen aus. Das nördliche Eis wurde erwärmt und Unmengen von Wasser wurden mit der Zeit freigesetzt. Um 10.000 löste dies die erste Flutkatastrophe aus und viele Teile des Flachlandes gingen damals unter, darunter auch eine große Insel im äußersten Westen, auf der die mächtigste Pyramide sich befand. Sie versank mit starken Vulkanausbrüchen (an der Stelle des heutigen Bermuda-Dreiecks!)

Dies war auch die Zeit in der langsam erkannt wurde, daß es eine Unmenge Seelen gab, die der Materie verfallen waren und sich unlösbar mit ihr verknüpft hatten. Dies führte dazu, daß sich unser Volk in zwei Parteien aufspaltete: Die Kinder des Gesetzes des Einen und die Kinder des Belial - sie stritten sich darüber, wie mit solchen Seelen umzugehen sei, die nicht das Bewußtsein erhoben haben, sondern sich selbst zutiefst in die Materie verstrickt hatten. Die Ersteren hielten die Seele für einen Teil des Göttlichen und waren davon überzeugt, daß sie von der Materie befreit werden müßte. Dies geschehe am Besten dadurch, daß man solche Seelen isoliere. Die Söhne des Belials verachteten jedoch diese gefallenen Seelen. Sie sollten in ihrem Zustand gewissermaßen wie Maschinen gesehen und so auch benutzt werden, damit sie wenigstens in dieser Form dem Höchsten dienen könnten. So wurden diese denn auch vielfach beherrscht und unterdrückt und ihr Wille war gefesselt an den Willen der freien Seelen.

Die folgenden 20 Jahrtausende waren geprägt durch den Streit dieser Parteien, durch eine starke technologische Entwicklung und durch Expansionspolitik. Im gesamten Atlantikraum (Nordafrika, Mittelmeer, Westeuropa, Mittelamerika) waren Kolonien gebildet worden. Sie waren dazu da, den Zugang zu den Erdenergien noch stärker zu ermöglichen, Mineralien und Metalle in ihrer Gegend abzubauen und auch um die dort lebenden Menschen zu versklaven. Das letzte nicht einmal, weil Sklaven nötig waren, sondern nur weil es 'schick' war und diese im Dienste des göttlichen Volkes es nur besser hätten. Die herrschende Schicht waren die Priester. Aus ihren Reihen trat immer einer in einer heiligen Bestimmungszeremonie hervor, der das Amt des Obersten bekam, des Gott-Königs.

Die zweite Zerstörung bis heute[]

Um 30.950 gab es starke politische Wirren. Der Status der Kolonien war ungeklärt und die innenpolitischen Spannungen wurden durch die gleichzeitige Entdeckung der vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten des sogenannten 'Tuaoi-Kristalls' aus dem Gleichgewicht gebracht. Er wurde von einer Gruppe der Kinder des Belials zu militärischen Zwecken angewandt. Dies führte zur zweiten Zerstörung um 31.012 (27.976 v.Chr.) von verheerenden Ausmaßen: Der Inselkontinent wurde in drei Inseln gerissen, große Landesteile wurden überschwemmt, die Bergregionen wurden von Vulkanausbrüchen verwüstet und viele Menschen kamen um. Der Norden erkaltete wieder, während das Klima in Atlantis selbst wechselhafter wurde und viele Landstriche karg wurden. Während viele Atlantiden in die Kolonien flüchteten, versuchte die priesterliche Führung mit Hilfe einer Strukturreform die politischen Verhältnisse wieder zu stabilisieren und Vertrauen bei der Bevölkerung zu erlangen. Das Reich wurde in zehn Reiche unterteilt unter Einbeziehung der Kolonialgebiete. Die wichtigsten sind das Gebiet der Hauptstadt und das Gebiet Gades, welches an der Ostküste liegt und Gebiete der iberischen Halbinsel umfaßte. Die Hauptstadt Gades' trägt den Namen Calceon und liegt genau auf dem 41. Breitengrad. Die Teilreiche waren politisch unabhängig voneinander, waren sich aber einander verpflichtet bei erneuten Unruhen sich gegenseitig zu helfen. So entstand die Gesetzessäule aus Oreichalkos in der Hauptstadt. Jedes Reich erhielt einen König oder eine Königin, die durch den Ring der Herrschaft und durch den Umhang aus Mönchsrobbenfell ausgezeichnet waren. Die Nachfolge soll immer der älteste Erbe antreten.

Da das Klima schwankender war, vergingen viele Teile der Flora und Fauna in der Ebene, in der die Hauptstadt lag. In der Zeit von 31.630 (27.358 v.Chr.) bis 33.150 (25.838 v.Chr.) entstand daher dort nach und nach das gigantische Bewässerungs- und Beschiffungssystem. Die Ebene wurde - auch dank der Vulkanerde - zur fruchtbarsten des ganzen Reiches.

Als die Folgen der Zerstörung überwunden waren, folgte eine Zeit, in der sich die Atlantiden stark auf die neuen Teilreiche konzentrierten. Es gab wenige mentale Verbindungen.

In der Auffassung, wie mit den versklavten Seelen umzugehen sei, setzte ein Wandel ein. Sowohl die Kinder des Gesetzes des Einen als auch die Kinder des Belial versuchten jeweils auf ihre Art ihnen die Weisheiten zu lehren. Doch auf 38.500 (20.488 v.Chr.) war eine Frist festgesetzt worden, in der die verstrickten Seelen befreit sein mußten oder als auf ewig verstrickt galten. Die jetzt immer noch ans tierische gebundenen Seelen wurden als unrettbar angesehen, die sich in jeder Reinkarnation erneut verstricken würden. Sie wurden von den meisten wieder als Sklaven angesehen.

Seit dieser Zeit wandern immer wieder größere Gruppen in Kolonialrandgebiete aus, um den politisch-religiösen Konflikten auszuweichen. Andere versuchen in illegalen Untergrundbewegungen für die Versklavten zu kämpfen.

Seit einigen Jahrhunderten behaupten Weise, daß den Inseln erneut eine Katastrophe bevorsteht. Ich weiß nicht woher sie diese Ansichten haben. Die Erde, auf der wir uns befinden ist fest, die Erdkruste stabil. Aber die Weisen erhalten prophetisches Wissen. Die Könige hören auf sie und haben Kolonien als Fluchtorte ausgewiesen. Alles soll ganz nach Plan laufen. Aber viele weigern sich die Insel zu verlassen. Sie argumentieren, daß der Untergang der Insel wohl auch die Kolonien treffen würde. Seit kurzer Zeit versuchen die Könige mit den Sklaven-Menschen wieder Kontakt zu bekommen, sie zu fördern und ähnliches. Sie haben schon Vermittler bestimmen lassen. Ich sehe dies im Zusammenhang mit der Untergangsstimmung, obwohl ich diese Begründung für albern halte, bin ich froh, daß die Sklaven-Menschen wieder Möglichkeit zur Emanzipation erhalten.

Das, was mich mehr beunruhigt sind die erneuten Querelen zwischen den Kindern des Gesetzes des Einen und den Kindern des Belials. Nur zwei Könige sind Belial-Anhänger. Und nur der eine, Ansal Bin steht auch dazu, während der andere, Tremon, es vor den meisten verbirgt. Es kursieren Gerüchte, daß die Kinder des Belial einen Aufstand anzetteln wollen und dazu die Sklaven-Menschen benutzen wollen. Sie behaupten die Könige, die Anhänger der Kinder des Gesetzes des Einen sind hätten die Krise ausgelöst; und ich glaube, sie haben recht. Aber eine Rebellion... sie wird mehr schaden als nützen.

(Weiter zum zweiten Teil)

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